MITTELALTER PUR

Begeben Sie sich mit uns auf eine historische Reise und erfahren Sie, wie Mont-roig del Camps Geschichte im Mittelalter begann


Die Gemeinde Mont-roig del Camp liegt auf einer weitreichenden alluvialen Ebene zwischen Meer und Gebirge, die früher an verschiedenen Punkten besiedelt war. Der Ort Mont-roig hatte eine Stadtmauer und eine Burg, in der Nähe lag der unbewohnte Ort Pobla d’en Taudell und die Küste wurde von Miramar oder Guardamar aus und seinem Wehrturm überwacht. Lassen Sie am Torreó de Miami Platja, wo früher Miramar zu finden war, und bei einem Spaziergang oder einer Führung durch die Altstadt das mittelalterliche Ambiente von Mont-roig auf sich wirken. Nicht fehlen dürfen auf diesem die Església Vella und Església Nova (dt. „Alte und Neue Kirche“), die Stadttore, die alte Stadtmauer, das Gefängnis und der Rentadors (dt. „Waschplatz“). Im Sommer und in der Osterwoche gibt es Führungen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.


KIRCHE SANT MIQUEL

Dort, wo sich früher die Mittelalterburg befand, steht heute die neue Kirche Sant Miquel, die die alte Kirche ersetzen sollte. Ihre Erbauung zog sich jedoch lange hin: Die Pläne waren zwar 1780 fertig, der Bau wurde allerdings 1835 gestoppt und erst 1946 konnte die erste Messe gefeiert werden. Doch das lange Warten hat sich gelohnt: Aufgrund seiner großen Dimensionen gilt die Kirche heute als Kathedrale der Region Baix Camp. Ganz fertig ist sie aber nicht, muss doch der historische Glockenturm der benachbarten Església Vella noch heute die Uhrzeit verkündigen.


Pl. de Mossèn Gaietà Ivern

ALTE KIRCHE

Die „Alte Kirche“ hatte es in ihrer Geschichte nicht einfach, wurde mehrmals umgebaut und war Opfer von Plünderungen und Kriegsgeschehen. Dies machte auch die Erbauung der – neuen – Esglèsia de Sant Miquel notwendig. Heute kann man einen schönen Renaissance-Bau bewundern, der den – über das Avall-Tor wachenden – alten Wehrturm für den Bau seines Glockenturms nutzte. Besonders ins Auge fällt das klassische Doppeltor. Auch wenn keine Gottesdienste mehr stattfinden, hat der Glockenturm nie aufgehört, die Stunde zu schlagen, ist doch der der Neuen Kirche unvollendet.


C. Major

STADTTORE UND MAUER

Die Mittelalterstadt Mont-roig war von einer Stadtmauer umgeben, von der noch die Mauerreste und zwei Stadttore – Portal d’Avall und Portal de la Canal – zeugen. Ersteres – am Plaça Joan Miró –war der Haupteingang zur Stadt, daneben stand ein Wehrturm, der später zum Glockenturm der Esglèsia Vella umgebaut wurde. Wenn man nun von der Rückseite der Kirche Richtung les Hortes geht, sieht man in der Carrer de la Murada die Reste der Stadtmauer. Geht man nun weiter, kommt man zum anderen Stadttor Portal de la Canal, einem Doppeltor mit Turm. Schließlich kann man von der Carrer de la Mare de Déu de la Roca, im Norden, den Turm des Torrells-Hauses (Torre dels Moros) sehen.


Pl. Joan Miró

DAS GEFÄNGNIS

Direkt hinter der neuen Kirche Sant Miquel befinden sich ganz in der Nähe der ehemaligen Burg von Mont-roig del Camp, in der Carrer de la Pica, die Reste des alten Gefängnisses. Besonders erwähnenswert: die roten Schlusssteine des Muntanya Roja und ein vergittertes Fenster.


C. de la Pica