ZU FUSS

Im Folgenden finden Sie die besten Wanderrouten von Mont-roig Miami. Bereit?


Die mediterrane Landschaft von Mont-roig Miami lässt sich am besten zu Fuß – Schritt für Schritt – genießen. Deshalb haben wir Ihnen einige – an der Küste, aber auch im Landesinneren und in den Bergen verlaufende – Wanderrouten zusammengestellt. So lernen Sie die verschiedenen Landschaften der Region kennen.


Wanderrouten



JOAN MIRÓ – INSPIRIERT VON MONT-ROIG


Von der Einsiedelei auf dem Gipfel – Mare de Déu de la Roca – gehen wir den Camí Vell de l’Ermita (dt. „alter Weg der Einsiedelei“) zum Dorf Mont‐roig del Camp hinab.


Auf dem Weg kommen wir an verschiedenen Werken von Miró sowie seinem Landhaus Mas Miró vorbei. Die Beziehung zwischen Mont‐roig und dem Maler Joan Miró beginnt im Jahr 1911 und seitdem verbringt er jedes Jahr eine längere Zeit in seinem Landhaus, das heute Mas Miró genannt wird.


Nach diesem ersten Kontakt observiert Miró die Natur um ihn herum, bewundert die Arbeit der Bauern, die die Erde mit geometrischer Perfektion bewirtschaften, saugt das Wesen dieses Landstrichs zwischen Meer und Bergen in sich auf. Und all diese Energie bringt er auf die Leinwand. Es gibt zahlreiche Gemälde, die in Mont-roig entstanden sind, und alle bestechen durch die dort herrschende Harmonie zwischen Natur und Arbeit auf dem Feld. Mont‐roig ist nach seinen eigenen Worten im gesamten Werk Mirós gegenwärtig: „Ich bin viel glücklicher, wenn ich hier im Pullover herumlaufe und mit den Bauern von Mont-roig aus der Weinkaraffe trinke, als in Paris. Mein gesamtes Werk wurde in Mont-roig konzipiert.“


Entfernung: 7 km | Ungefähre: 3 h | Höhenunterschied: – 85 m | Schwierigkeitsgrad: leicht | Herunterladen: Track


DIE FRÜCHTE DER ERDE – OLIVEN UND JOHANNISBROTSCHOTEN...


Mont-roig liegt zwischen Bergen und Meer. Dieser flache Landstrich ist einerseits ideal für die Kultivierung von verschiedensten typisch mediterranen Bäumen – Oliven-, Mandel- und Johannisbrotbaum sowie Haselnussstrauch und Weinrebe – und hat anderseits weitläufige bewässerte Flächen, wo viele verschiedene Gemüsesorten angepflanzt werden: Artischocken, Salatköpfe, Zwiebeln, Tomaten.


Unsere Wanderung führt an vielen dieser Pflanzungen vorbei, die je nach Jahreszeit variieren und uns so eine farben- und kontrastreiche Landschaft – ockerfarbene Blätter des Haselnussstrauchs im Herbst, zartrosa Mandelblüten im Februar, eine reine Farbexplosion im Frühling und Sommer – bieten.


Heute ist der Olivenbaum die wichtigste Anbaupflanze in Mont‐roig und wird unter der geschützten Herkunftsbezeichnung Siurana-Öl vermarktet, das aufgrund des Klimas in Mont-roig von sehr hochwertiger Qualität ist.


Die über hundert Jahre alten Olivenbäume von Mont‐roig sind auch für das Auge ein Genuss. Rinde und Äste winden sich ineinander, um den Früchten Kraft zu geben. Diese reifen bis Oktober am Baum, werden dann geerntet und zum geschätzten goldfarbenen Öl verarbeitet, das alle Feinschmecker begeistert.


So unglaublich dies auch klingen mag: Anfang des 19. Jahrhundert wurde im Ortsgebiet von Mont-roig – damals dem einzigen Ort Kataloniens – Reis angebaut, da in Quellen und Wassergruben reichlich Wasser vorhanden war.


Entfernung: 12 km | Ungefähre: 4 h | Höhenunterschied: + 90 m | Schwierigkeitsgrad: leicht | Herunterladen: Track


MARE DE DÉU DE LA ROCA – DER LEUCHTTURM DER SEEFAHRER


Von Mont‐roig del Camp aus nähern wir uns über den Camí Vell de l’Ermita dem Berg Areny. Vorher kommen wir noch am Pedra dels Àngels (dt. „Stein der Engel“) vorbei, wo man – so wurde den Kindern erzählt – die Engel singen hören kann.


Wir kommen an die Kreuzung mit dem Weg Camí dels Carlins, der nach Vilanova d’Escornalbou führt. Hier gibt es zwei Routen: Beide bringen uns zur Escales del Diable (dt. „Teufelstreppe“), die wiederum zum Gipfel des Areny führt, von wo aus wir eine fantastische Aussicht und verrückte Felsformen bewundern können.


Die Einsiedeleien Mare de Déu de la Roca und Sant Ramon liegen auf einer 292 m hohen Anhöhe aus rotem Felsgestein, was sie zu einem einzigartigen Aussichtspunkt der Costa Daurada machen. Das rote Bergmassiv gab auch dem Dorf Mont‐roig (dt. „roter Berg“) seinen Namen. Der weiße quadratische Würfel der Einsiedelei Sant Ramon hebt sich vom Rot des Felsgesteins und vom Blau des Himmels besonders gut ab und dient den Seefahrern auch heute noch zur Orientierung, damit sie heil den Hafen ereichen.


Der „Rutsche des Maurenkönigs“ folgend gehen wir den wunderschönen Steinweg hinunter, der einige Kurven macht, bevor er auf den Camí Vell nach Mont‐roig trifft.


Entfernung: 5 km / 7 km | Ungefähre: 1 h 30 m. / 2 h | Höhenunterschied: + 150 m / + 230 m | Schwierigkeitsgrad: leicht / mittel | Herunterladen: Track (5 km) / Track (7 km)


MIAMI PLATJA MIT DER FAMILIE


Unser Vorschlag sind zwei kleine, sehr einfache Touren (6 und 5 km), auf denen man zu Fuß den Ortskern von Miami Platja, die Küstenfassade sowie den Estany Gelat, ein Feuchtgebiet der Region von großem ökologischen Interesse, kennenlernen kann. Hier ist der Spanienkärpfling zu Hause, ein vom Aussterben bedrohter kleiner Süßwasserfisch, der einen hohen Salzgehalt und hohe Temperaturen toleriert.


Der Ortskern von Miami Platja besteht hauptsächlich aus touristischen Unterkünften, die von der Meernähe und einer langen Küste mit vielen Buchten profitieren. Der wichtigste Strand ist der ganz im Süden gelegene Platja del Cristall, der Norden besteht hingegen aus einer Vielzahl an Buchten. Eine Küste, die durch sauberes Wasser besticht und an der viele blaue Flaggen wehen.


Entfernung: 5 km / 6 km | Ungefähre: 1 h 30 m. / 1 h 40 m. | Höhenunterschied: + 12 m / + 35 m | Schwierigkeitsgrad: leicht / leicht | Herunterladen: Track (5 km) / Track (6 km)


DAS MEER DER PIRATEN UND LEGENDEN


In einer Zeit, in der die Meere und Ozeane von Piraten heimgesucht wurden, war auch das Mittelmeer und die Küste von Mont‐roig keine Ausnahme. 1558 legten so 300 Korsaren an der Küste an, drangen bis Mont‐roig vor und nahmen bis zu 18 Gefangene. Daraus entstanden verschiedene Geschichten und Legenden. Eine der bekanntesten, die sich in Miramar abspielte, besagt, dass die Enkelin des berühmten – auch Barbarossa genannten – Piraten Baba Arudsch beschloss, das frühere Dorf Miramar zu überfallen.


Der Strand direkt an der Punta de la Pixerota, wird auch Casilla dels Carabiners genannt. Der Name geht auf eine 1860 als Aussichtspunkt erbaute Hütte zurück, von der die Küste bewacht werden konnte. Hier befinden sich auch die Reste eines Bunkers aus dem Spanischen Bürgerkrieg von 1936.


Die Ruinen von Miramar erzählen von längst vergangenen Zeiten, die vielleicht bis in die Zeit der Römer zurückreichen und von denen nur ein paar wenige Reste auf einem Hügel am Strand zurückgeblieben sind. Der auch als Guardamar (dt. „Meerwache“) bekannte Ort wurde im 14. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert war es eine wichtige befestigte Enklave, wo das Getreide gelagert wurde, das auf dem Fluss Ebro transportiert wurde.


Entfernung: 11 km | Ungefähre: 3 h | Höhenunterschied: + 15 m | Schwierigkeitsgrad: leicht | Herunterladen: Track


MONT-ROIG STEIN AUF STEIN


Auf dieser Wanderung folgen wir den Landstraßen der Region auf der Suche nach einem kleinen Schatz der ländlichen Architektur: den Trockensteinhütten. Die in tausendjähriger Handwerkstradition erbauten Hütten bestehen einzig aus geschichteten Steinen und kommen ohne jegliches Verbindungsmittel aus. In Mont-roig gibt es über hundert dieser Trockensteinbauten.


Die meisten Hütten wurden von den Bauern der jeweiligen Ländereien erbaut, um sich vor Regen und Kälte, aber auch vor der Sonne zur Mittagszeit im Sommer zu schützen. Gleichzeitig wurden beim Bau die Felder von Steinen befreit. Aber nicht nur die Menschen brauchten Schutz, auch die Maultiere, die zur Sicherung des Familieneinkommens nicht krank werden durften, fanden dort Unterschlupf.


Die Hütten sind auf unserer Wanderung nicht die einzigen Elemente aus Stein: Der Weg von Casalot ist größtenteils von beeindruckenden Trockensteinkonstruktionen begrenzt, die das Vieh von den Feldern abhielten und das Befahren mit Wagen ermöglichten. Wenn wir genau hinsehen, sehen wir die Spuren der Wagenräder, die sich über die Jahrhunderte hinweg in den Stein eingruben.


Entfernung: 12 km | Ungefähre: 3 h 45 m | Höhenunterschied: + 90 m | Schwierigkeitsgrad: leicht | Herunterladen: Track


MUNTANYA BLANCA – AUSSICHTSPUNKT VON MONT-ROIG


Die Bergkette Muntanya Blanca mit dem höchsten Punkt im Gemeindegebiet von Mont-roig ist ein Ausläufer der großen Berge von Llaberia und Mola von Colldejou. An der höchsten Stelle, dem Molló de les Quatre Termes treffen die Gebiete Pratdip, Colldejou, Vilanova d’Escornalbou und Mont-roig aufeinander. Von dort bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf Mont-roig, auf den – von der Einsiedelei Mare de Déu de la Roca gekrönte – Berg Areny, auf die Berge Mola de Colldejou (922 m) und Miranda de Llaberia (918 m), wo sich eines der vier Wetterradare Kataloniens befindet, und auf das gesamte Gebiet der Costa Daurada.


Der Name der Bergkette (dt. „weißes Gebirge“) ist auf den weißen Kalkgestein zurückzuführen. Durch die für diesen typische Karstbildung oder Verwitterung des Gesteins haben sich unzählige Höhlen und Schluchten, wie das 31 m tiefe Felsloch Sima del Pla in der Nähe des Molló dels Quatre Termes gebildet.


Entfernung: 17 km | Ungefähre: 5 h | Höhenunterschied: + 500 m | Schwierigkeitsgrad: mittel | Herunterladen: Track